Wissen für den betrieblichen Alltag

Arbeitsschutz-Abkürzungen verständlich erklärt

Von SiFa bis ASA: Hier finden Sie häufig verwendete Fachabkürzungen aus Arbeitsschutz und Brandschutz in klarer Sprache. Die Begriffe werden jeweils mit ihrer vollständigen Bezeichnung, ihrer betrieblichen Bedeutung und passenden weiterführenden Inhalten eingeordnet.

Abkürzungen richtig einordnen

Kurzformen sind im betrieblichen Alltag praktisch, können aber mehrdeutig sein. Deshalb wird die Langform beim ersten Auftreten mitgenannt. Entscheidend bleibt immer die konkrete Aufgabe, Beauftragung und betriebliche Organisation.

SiFa

Was bedeutet SiFa?

SiFa steht für Fachkraft für Arbeitssicherheit; im Alltag wird auch der Begriff Sicherheitsfachkraft verwendet. Sie berät den Arbeitgeber fachlich zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Entscheidungen und Arbeitgeberverantwortung verbleiben im Unternehmen.

Unterstützung durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa)
SiBe

Was bedeutet SiBe?

SiBe steht für Sicherheitsbeauftragter. Sicherheitsbeauftragte unterstützen Kolleginnen und Kollegen in ihrem Arbeitsbereich, machen auf Gefahren aufmerksam und wirken auf sicheres Verhalten hin. Sie haben durch diese Funktion keine Weisungsbefugnis und übernehmen keine Arbeitgeberverantwortung.

Aufgaben von Sicherheitsbeauftragten (SiBe)
GBU

Was bedeutet GBU?

GBU steht für Gefährdungsbeurteilung. Dabei werden Gefährdungen einer Tätigkeit oder eines Arbeitsbereichs ermittelt und bewertet, Schutzmaßnahmen festgelegt, ihre Wirksamkeit geprüft und die Ergebnisse nachvollziehbar dokumentiert.

Gefährdungsbeurteilung (GBU) erstellen oder prüfen lassen
BA

Was bedeutet BA?

BA steht im Arbeitsschutz häufig für Betriebsanweisung. Sie beschreibt verständlich und arbeitsplatzbezogen Gefahren, Schutzmaßnahmen, Verhalten im Normalbetrieb sowie das Vorgehen bei Störungen oder Notfällen. Eine Betriebsanweisung unterstützt die Unterweisung, ersetzt sie aber nicht.

Betriebsanweisungen (BA) bei Gefahrstoffen einordnen
BSB

Was bedeutet BSB?

BSB steht für Brandschutzbeauftragter. Ein Brandschutzbeauftragter berät und unterstützt das Unternehmen im vorbeugenden betrieblichen Brandschutz. Ob eine Bestellung erforderlich ist und welche Aufgaben übertragen werden, hängt von den geltenden Anforderungen und der betrieblichen Situation ab.

Betriebliche Brandschutzorganisation prüfen
BSH / BH

Was bedeuten BSH und BH?

BSH ist eine eindeutige Kurzform für Brandschutzhelfer; in Betrieben wird häufig auch BH verwendet. Brandschutzhelfer sind Beschäftigte, die für erste Maßnahmen bei einem Entstehungsbrand und für die Unterstützung der Evakuierung ausgebildet und benannt werden.

Brandschutzhelfer (BSH/BH) wirksam organisieren
EH

Was bedeutet EH?

EH steht für Ersthelfer. Ersthelfer sind dafür ausgebildete und benannte Beschäftigte, die bei einem Notfall bis zum Eintreffen professioneller Hilfe Erste Hilfe leisten. Die erforderliche Zahl und Verfügbarkeit richtet sich unter anderem nach Betriebsart, Beschäftigtenzahl und Anwesenheit.

Erste Hilfe in die Arbeitsschutzorganisation einordnen
PSA

Was bedeutet PSA?

PSA steht für Persönliche Schutzausrüstung. Sie wird von Beschäftigten getragen oder benutzt, wenn Gefährdungen nicht ausreichend durch technische oder organisatorische Maßnahmen vermieden werden können. Auswahl, Bereitstellung, Benutzung und Unterweisung müssen zur tatsächlichen Gefährdung passen.

PSA aus der Gefährdungsbeurteilung ableiten
ASA

Was bedeutet ASA?

ASA steht für Arbeitsschutzausschuss. In Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten berät der ASA regelmäßig über Anliegen von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Beteiligt sind unter anderem Arbeitgebervertretung, Betriebsrat, Betriebsarzt, Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa) und Sicherheitsbeauftragte (SiBe).

Rollen und Verantwortung im Arbeitsschutz klären
Hinweis: Abkürzungen ersetzen keine eindeutige Rollen- oder Aufgabenbeschreibung. Bei internen Dokumenten sollte die vollständige Bezeichnung beim ersten Auftreten genannt und die verwendete Kurzform anschließend einheitlich verwendet werden.

Begriffe sind klar – die betriebliche Umsetzung noch nicht?

Im unverbindlichen Erstgespräch klären wir, welche Unterstützung zu Ihrer Ausgangslage passt.

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